Drei Einheiten, drei komplett unterschiedliche Belastungen — und jedes Mal dasselbe Ergebnis: Der PUMA Deviate Pure Nitro überrascht. Florian Gast, Head Coach bei runningsociety, hat den neuen Schuh von PUMA in der Praxis getestet: lockerer Dauerlauf, HYROX-Hybridtraining mit Schlitten und Lunges, und Intervalle auf der Tartanbahn. Hier ist sein ehrliches Fazit.
WAS STECKT IM SCHUH?
Der PUMA Deviate Pure Nitro ist PUMAs Antwort auf eine konkrete Frage: Wie viel Schuh brauchst du eigentlich, wenn du schnell trainieren willst — ohne Carbon, ohne Platte, aber mit echtem Schaumstoff-Upgrade?
Die Antwort: 38 mm NITRO-Schaum im Fersenbereich, 30 mm vorne, 8 mm Drop — und das bei gerade mal 213–220 g. Derselbe NITRO-Schaum, der auch im Deviate Nitro Elite steckt. Der Unterschied: Keine Platte. Kein Carbon. Keine Versteifung.
| Schaum | NITRO |
| Stack | 38 mm / 30 mm |
| Drop | 8 mm |
| Gewicht | ~213–220 g (Gr. 42) |
| Platte | Keine |
| Preis | 150 € |
| Outsole | PUMAGRIP |
EINHEIT 1: LOCKERER DAUERLAUF
Der erste Lauf war ein ruhiger Dauerlauf — der typische Test, bei dem ein Schuh entweder funktioniert oder stört. Der Deviate Pure tut weder das eine noch das andere im negativen Sinne: Er fühlt sich von der ersten Minute an natürlich an. Das Obermaterial liegt eng am Fuß, ohne zu drücken, und der Schaum gibt genug Rückmeldung, um nicht auf Wolken zu laufen.
Kein Einlaufen nötig. Kein „man muss sich erst dran gewöhnen”. Straight out of the box einsetzbar.
EINHEIT 2: HYBRID-TRAINING MIT HYROX-ELEMENTEN
Der zweite Test war bewusst ungemütlich: eine hybride Einheit mit schnellen Intervallen, Schlittenschieben (Sled Push), Lunges und verschiedenen HYROX-Stationen. Genau die Art von Training, bei der ein Schuh normalerweise an seine Grenzen kommt — oder aufzeigt, wo er nicht hingehört.
Kein Problem. Was auffällt: Der Schuh funktioniert bei Richtungswechseln und Lateralbewegungen deutlich angenehmer als steifere Wettkampfschuhe. Kein Plattendruckpunkt unter dem Fußballen, keine erzwungene Abrollbewegung. Der Fuß bleibt in seiner eigenen Biomechanik — auch unter dem Schlitten.
Dass die gesamte Deviate-Serie zu den besten HYROX-Schuhen auf dem Markt gehört, ist in der Community längst kein Geheimnis mehr. Der Pure setzt das konsequent fort: Er ist für alle Stationen geeignet, liefert beim Laufen zwischen den Stationen echten Vortrieb — und macht auch Sled Push mit.
Gerade beim Hybrid-Training, wo du in einer Einheit vom Sprint in den Sled und wieder zurück in den Lauf wechselst, willst du keinen Schuh, der dich in eine bestimmte Bewegung zwingt. Der Pure lässt dir die Freiheit.
— Florian Gast
EINHEIT 3: INTERVALLE AUF DER TARTANBAHN (400 M & 800 M)
Das war der spannendste Test. 400er und 800er auf der Bahn — klassisches Intervalltraining im Bereich, in dem normalerweise plattenbasierte Trainingsschuhe zum Einsatz kommen.
Das überraschende Ergebnis: Der Vortrieb fühlt sich verblüffend ähnlich an wie beim Deviate Nitro Elite — dem schnellsten Schuh der Deviate-Familie. Nicht identisch, aber näher dran, als man es von einem plattenlosen Schuh erwarten würde. Der NITRO-Schaum gibt genug Energie zurück, um auf kurzen Intervallen echte Tempobelastung zu ermöglichen.
Ich hab auf der Bahn ehrlich gesagt zweimal nachgeschaut, ob ich wirklich den Pure an hatte. Der Vortrieb ist erstaunlich gut für einen Schuh ohne Platte.
— Florian Gast
Gleichzeitig ist der Pure spürbar leichter und weniger steif als der Elite — das macht sich bei langen Intervall-Sessions deutlich positiv bemerkbar.
WENIGER IMPACT AUF SEHNEN UND BÄNDER
Ein Punkt, der für ambitionierte Athleten besonders relevant ist: Der Deviate Pure erzeugt subjektiv spürbar weniger Impact auf Sehnen und Bänder als steifere, plattenbasierte Schuhe. Das liegt wahrscheinlich am weicheren, natürlicheren Abrollverhalten — der Schaum absorbiert mehr, die Platte zwingt weniger.
Für jemanden, der hohe Trainingsvolumen läuft und gleichzeitig HYROX-Einheiten macht, ist das kein Nebenpunkt. Weniger Sehnenbelastung bedeutet langfristig: mehr Trainingstage, kürzere Regeneration, stabilere Saison.
FÜR WEN IST DER DEVIATE PURE DER RICHTIGE SCHUH?
Der Pure ist kein Einheitsbrei. Er passt besonders gut für:
- Ambitionierte Läufer, die einen hochwertigen Trainingsschuh suchen, mit dem sie auch Tempoeinheiten absolvieren können — ohne den Wettkampfschuh zu verschleißen
- HYROX-Athleten und Hybrid-Trainer, die in einer Einheit zwischen Kraftstationen und Laufintervallen wechseln und dabei Flexibilität im Schuh brauchen
- Athleten mit sensiblen Sehnen oder Bändern, die plattenbasierte Schuhe gezielt aus dem Trainingsalltag heraushalten wollen
- Läufer, die für 5k bis Halbmarathon suchen — als Option für kleinere Wettkämpfe oder schnelle Trainingsrennen
FAZIT: DER PURE RUNDET DIE DEVIATE-FAMILIE PERFEKT AB
Wer bereits einen Deviate Nitro oder Deviate Nitro Elite läuft und schätzt, wird den Pure als genau das empfinden, was er ist: eine willkommene, logische Ergänzung — mit einem WOW-Effekt in den ersten Einheiten.
Der Vortrieb überrascht. Das Gewicht überrascht. Und dass das alles ohne Platte passiert, überrascht am meisten. Gleichzeitig bleibt der Schuh angenehm im Laufgefühl — kein harter Schnellschuh, sondern ein Schuh, mit dem man auch nach 90 Minuten noch gerne unterwegs ist.
Die Deviate-Familie ist damit vollständiger denn je — und das Schöne: Alle drei Modelle teilen dieselbe sportliche DNA. Der Deviate Nitro 3 bringt eine Platte mit und richtet sich an Läufer, die im täglichen Training Stabilität und Tempo wollen, ohne gleich zum Rennschuh zu greifen. Der Elite geht einen Schritt weiter: NITRO Elite Foam, volle Platte, race-ready. Und der Pure? Der macht dasselbe Gefühl ohne Platte zugänglich — leichter, freier, und überraschend schnell.
DIE DEVIATE-FAMILIE — EIN VERGLEICH

Deviate Pure
Plattenlos · leicht · vielseitig · HYROX-ready

Porsche 911 T
Leichtester 911, puristisch, direkt, pures Fahrgefühl

Deviate Nitro 3
Platte · Trainingsalltag · Tempo mit Kontrolle

Porsche 911 GTS
Sportlich, alltagstauglich, mit echtem Biss

Deviate Nitro Elite
Full Carbon · NITRO Elite Foam · Wettkampf

Porsche 911 GT3 RS
Kompromisslos, Rennstrecke, maximale Performance
Fahrzeugbilder: © Porsche AG
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