Wir haben viele Coaching-Plattformen getestet. Florian Gast, Head Coach und Founder von runningsociety.de, erklärt, warum die Wahl letztlich klar auf TrainingPeaks gefallen ist — und warum das besonders für Hybrid-Athleten, die Laufen und Kraft kombinieren, den entscheidenden Unterschied macht.
Was eine gute Coaching-App leisten muss
Coaching ist Kommunikation und Daten — und beides muss nahtlos ineinandergreifen. Ein Coach muss sehen, was sein Athlet wirklich trainiert hat (nicht nur, was geplant war), wie der Körper darauf reagiert hat und wie sich die Belastung im Verlauf von Wochen und Monaten entwickelt. Ein Athlet braucht klare, strukturierte Planung und sofortiges Feedback.
Das klingt simpel. Die meisten Apps scheitern an einem oder mehreren dieser Punkte.
Warum TrainingPeaks eine andere Liga ist
TrainingPeaks ist keine Consumer-App. Es ist die Plattform, auf der Profi-Teams aus Tour de France, Ironman World Championship und Olympia-Vorbereitungen planen. Das ist kein Marketing — es spiegelt die Tiefe der Funktionen wider, die für professionelle Trainingssteuerung nötig sind.
Was das für Hobbyathleten bedeutet: Du benutzt dasselbe System, das Eliteathleten nutzen. Deine Daten werden mit denselben Metriken gemessen und ausgewertet. Und das Niveau der möglichen Analyse übersteigt bei weitem, was in normalen Sport-Apps je abgebildet werden kann.
Der direkte Connect: Keine Datenlücken mehr
Das Herzstück von TrainingPeaks im täglichen Gebrauch ist die Integration mit nahezu jedem Gerät, das Athleten nutzen:
Das bedeutet: Jedes Workout fließt automatisch in TrainingPeaks ein. Kein manuelles Einloggen, keine vergessenen Einheiten. Coach und Athlet sehen immer dasselbe — in Echtzeit.
Für die Coaching-Beziehung ist das entscheidend. Wenn Florian am Montag den Trainingsplan der Woche einstellt und ein Athlet am Donnerstag einen Lauf absolviert, sieht er die vollständige Auswertung — Herzfrequenz, Pace, Trainingsbelastung, Erholung — bevor er die Freitags-Einheit bestätigt oder anpasst.
TSS: Die Sprache, die verschiedene Trainingsformen verbindet
Das ist der Punkt, den viele unterschätzen — und der für Hybrid-Athleten besonders wichtig ist.
Training Stress Score (TSS) ist eine einheitliche Kennzahl, die die physiologische Belastung einer Trainingseinheit beschreibt — unabhängig von der Art des Trainings. Ein 60-minütiger Tempo-Lauf, eine intensive Kraft-Session und eine lange Radeinheit erzeugen unterschiedliche TSS-Werte, aber sie werden mit demselben Maß bewertet.
Was das bedeutet: Du kannst die Gesamtbelastung einer Trainingswoche vergleichen — auch wenn diese Woche aus Laufen, HYROX-Stations-Training und Kraftsessions besteht.
Warum das wichtig ist — ein konkretes Beispiel:
Stell dir vor, du hast eine intensive Kraftsession mit Sled Push, Bulgarian Split Squat und Hip Thrust — 45 Minuten, Herzfrequenz durchgehend über 80 %. Am nächsten Tag ist ein Intervall-Lauf geplant.
Ohne TSS: Du weißt, dass du gestern "Kraft gemacht" hast. Aber wie viel Belastung hat das erzeugt? Bist du ausreichend erholt für die Intervalle?
Mit TSS: Du siehst die exakte Belastungskennzahl der gestrigen Einheit, kannst sie mit deiner Baseline vergleichen und die heutige Intensität datenbasiert entscheiden.
Ob du 10 oder 11 Wiederholungen gemacht hast, ist dafür irrelevant. Was zählt, ist die konsistente Berechnung der physiologischen Belastung über alle Trainingsformen hinweg — und genau das liefert TSS.
Chronic Training Load, Acute Training Load und Form
TrainingPeaks führt diese TSS-Werte über Zeit in drei Kennzahlen zusammen, die aus der Leistungsdiagnostik kommen:
Ein positiver TSB kurz vor dem Wettkampf bedeutet: Du bist erholt und in Form. Ein stark negativer TSB mitten in der Wettkampfvorbereitung ist normal — das ist der Preis des Fortschritts.
Diese drei Kennzahlen visualisiert TrainingPeaks in der "Performance Management Chart" — eine der mächtigsten Visualisierungen, die im Ausdauersport verfügbar sind. Sie zeigt dir auf einen Blick, ob du zu viel, zu wenig oder genau richtig trainierst.
Was das für dich als Athlet bedeutet
Du brauchst kein Datenwissenschaftler zu sein, um von TrainingPeaks zu profitieren. Als Coaching-Plattform übernehmen wir bei runningsociety die Interpretation. Du bekommst:
Was du mitbringst: ein verbundenes Gerät und die Bereitschaft zu trainieren.
Wenn du wissen willst, wie das in der Praxis aussieht: Vereinbare ein kostenloses Erstgespräch. Wir zeigen dir die Plattform und erklären, wie wir sie für dein Training einsetzen.
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